DRK Pressenews

Aktuelle Meldungen zu unseren Hilfseinsätzen, unserem Engagement weltweit und unserer Arbeit als Deutschlands größte humanitäre Organisation.
  1. Die Tarifverhandlungen zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ver.di sind gescheitert. „Da auch in der dritten Verhandlungsrunde am 25.11.2020 nicht erkennbar war, dass ver.di von seinen überzogenen Forderungen für die Notfallsanitäter Abstand nimmt, haben wir uns entschieden, die Verhandlungen für gescheitert zu erklären. Dieser Schritt ist uns nicht leichtgefallen, da wir bis zuletzt der Hoffnung waren, dass bei ver.di Vernunft einkehrt“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Wir haben nun die Schlichtung angerufen und hoffen, dass in diesem Verfahren ein Ergebnis erzielt werden kann, was alle Beteiligten akzeptieren können“, erklärt Reuter.
  2. Die Tarifverhandlungen zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ver.di am 25. November 2020 in der dritten Verhandlungsrunde in Kassel drohen an den überzogenen Forderungen der Gewerkschaft für die Berufsgruppe der Notfallsanitäter zu scheitern. „Ich bin mehr als enttäuscht darüber, dass ver.di einen Tarifabschluss verhindern wird, der über dem Verhandlungsergebnis des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TvÖD) gelegen hätte und außerdem eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro netto für alle Beschäftigten vorsah. Die Verantwortung für ein mögliches Scheitern liegt ganz klar bei ver.di, die eine völlig einseitige Klientelpolitik für die Notfallsanitäter betreibt. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Als Arbeitgeber haben wir die Interessen aller Beschäftigtengruppen im DRK im Blick“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die BTG berät jetzt kurzfristig über das weitere Vorgehen.
  3. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beklagt den eklatanten Sanierungsstau an Schwimmbädern in Deutschland und insbesondere den Ausfall von Schwimmunterricht. „Schon vor der Coronapandemie mussten Schülerinnen und Schüler zum Teil monatelang auf einen Platz im Schwimmunterricht warten. Schwimmen gehört zur Kernkompetenz des Menschen. Diese Kernkompetenz ist in Gefahr“, warnt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.
  4. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am heutigen Freitagabend Hilfsgüter im Wert von 280.000 € in einer Antonov 12 vom Flughafen Leipzig/Halle nach Honduras geschickt. „Nachdem die Wirbelstürme Eta und Iota weite Teile Zentralamerikas verwüstet haben, gibt es vielerorts keinen Zugang zu sauberem Wasser. Wir bringen insgesamt sieben Trinkwasseraufbereitungsanlagen in die besonders betroffene Region San Pedro Sula im Norden von Honduras. Diese bestehen aus Wasserfiltern, Tanks, Pumpen, Generatoren, Schläuchen und einem Wasserlabor, um die Wasserqualität vor Ort zu kontrollieren,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Der Flug wurde durch Unterstützung des Auswärtigen Amtes und des Schwedischen Roten Kreuzes ermöglicht und soll am Sonntag in Honduras ankommen.
  5. Die Tarifgespräche zwischen der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und ver.di sind am 19. November 2020 in der zweiten Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt worden, weil die Gewerkschaft an völlig überzogenen Forderungen für die Notfallsanitäter festhält. „Wir bedauern sehr, dass die Gewerkschaft mit ihrer einseitigen Klientelpolitik für Notfallsanitäter einen Tarifabschluss, der über dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) liegt und eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro für alle Beschäftigten vorsieht, verhindert“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die nettowirksame Corona-Prämie muss bis zum 31.12.2020 ausgezahlt werden, damit eine Steuerfreiheit vorliegt. Dieses Ziel der Arbeitgeber wird durch das Agieren von ver.di ernsthaft gefährdet.
  6. Während die Menschen in Zentralamerika noch mit den Folgen von Hurrikan Eta kämpfen, ist mit Iota ein weiterer Wirbelsturm über Nicaragua und Honduras hinweggefegt. Dächer wurden abgedeckt, Strom- und Wasserleitungen zerstört, Tausende von Menschen mussten ihre Häuser verlassen – das ganze Ausmaß ist aber noch nicht absehbar. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schickt 13,5 Tonnen Hilfsgüter sowie Personal nach Honduras, um den von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) koordinierten Nothilfeeinsatz zu unterstützen. „An Bord des Hilfsfluges, der Ende der Woche mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes vom Flughafen Leipzig/Halle startet, sind Materialien zur Trinkwasserversorgung, darunter Filter und Wassertanks sowie ein Wasserlabor. Sechs DRK-Nothilfedelegierte werden in den kommenden vier Monaten den Zugang zu sauberem Wasser für bis zu 55.000 Menschen im besonders betroffenen Gebiet rund um die Stadt San Pedro Sula sicherstellen. Durch den Einsatz sollen auch die Ausbreitung von Durchfallerkrankungen wie Cholera sowie durch Stechmücken übertragenen Virusinfektionen wie Dengue und Zika verhindert werden,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
  7. Der Welttoilettentag am 19. November soll helfen, die Aufmerksamkeit auf die große Bedeutung einer guten Sanitärversorgung zu richten. „Hygienische Sanitäranlagen und funktionierende Sanitärsysteme sind mit Blick auf die gesamte Welt keinesfalls banal und in jedem Fall essenziell. Millionen Menschen haben noch immer keinen Zugang zu einer Toilette oder müssen mit einer unsicheren Sanitärversorgung leben. Dieser Umstand hat weitreichende negative Auswirkungen auf Gesundheit, Kindersterblichkeit, Umwelt, aber auch auf Bildung und Wirtschaft. Deshalb zählt der Zugang zu einer Toilette auch zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und ist das Themenfeld Hygiene eine zentrale Säule der Auslandsarbeit des Deutschen Roten Kreuzes, zum Beispiel im Südsudan“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
  8. Der Klimawandel wird für die Menschheit immer bedrohlicher. Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht 2020 der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hervor, der heute in Genf veröffentlicht wird. Demnach traten im Jahr 2019 weltweit 308 Naturkatastrophen auf, 77 Prozent davon waren klimabedingt. Die Folge: 24.396 Tote, 97,6 Millionen Betroffene. „Aufgrund der globalen Erwärmung treten Wetterextreme wie Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen immer häufiger auf, ihr Ausmaß wird immer fataler. Die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen ist in den vergangenen 30 Jahren um 35 Prozent gestiegen. Die Weltgemeinschaft muss daher dringend gemeinsam wirkungsvolle Maßnahmen umsetzen, um die Erderwärmung zu stoppen. Der Klimawandel ist langfristig eine größere Herausforderung als die Coronavirus-Pandemie,“ sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter.
  9. Die Tarifkommission der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat der Gewerkschaft ver.di im Vorfeld der am 18. November 2020 stattfindenden zweiten Verhandlungsrunde zum DRK-Reformtarifvertrag ein substanzielles Angebot unterbreitet. Es umfasst Entgelterhöhungen um mindestes 3,3 Prozent, die Zahlung einer „Corona-Prämie“ sowie erhebliche Verbesserungen für die Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus sind weitere Verbesserungen insbesondere für die Pflege und den Rettungsdienst Bestandteil des Angebotes.
  10. Trotz der erneuten umfassenden Einschränkung des öffentlichen Lebens in Deutschland bleiben Kindertagesstätten und Schulen weiter geöffnet. „Diese Entscheidung begrüßen wir ausdrücklich. Sie bringt jedoch auch einen großen Informationsbedarf mit sich, um Unsicherheiten abzubauen. Mit unserer Lernplattform ‚Die Allerersten‘ richten wir uns an junge Menschen zwischen 6 und 16 Jahren ebenso wie an Lehrkräfte und Betreuungspersonen. Das Portal vermittelt zielgruppengerecht Informationen und Hilfestellungen zum Umgang mit dem Corona-Virus. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung und Teilhabe junger Menschen in Zeiten der Pandemie“, sagt Marcus Janßen, Bundesleiter des Jugendrotkreuzes (JRK).

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